06.12.2010

Gekachelte Meetingräume...

... oder wenn die Meetings trotzdem weitergehen.

Häufig werden Meetings unterbrochen - die typische "Bio-Pause" wird einberufen. In vielen Situationen ist das Meeting ins Stocken geraten und es ging nicht wirklich weiter, die Diskussion drehte sich im Kreis.

In den gekachelten Meetingsräumen führen die männlichen Teilnehmer dann gerne und oft die Gespräche weiter und besprechen Strategien, rücken Aussagen nochmals zurecht und wenn das Meeting dann weitergeht ist die Diskussion oft schon beendet - die Entscheidung getroffen. 

Gerade weibliche Meetingsteilnehmerinnen sind da oft recht überrascht - denn das weibliche Toiletten-Verhalten ist nunmal deutlich unkommunikativer.

Diesen Nachteil sollten sich gerade Frauen in Management-Positionen bewusst sein, denn nach wie vor ist die Mehrheit in Managementpositionen männlich. Das heißt nicht, dass sie zukünftig auch gerne die Herren-WCs aufsuchen sollen, vielmehr sollten sie sich der Situation bewusst sein.

In der Management-Theorie nennt man diese Situationen auch "Handlungsentlastende Interaktionszusammenhänge". Die Handlung belastetnde Situation des Meetings wird entlastet. Man(n) trifft sich eher informell. Genau dieser Effekt ist auch beim Geschäfts-Essen oder beim Golfen oder beim Bier an der bar vorhanden. Dort werden oft die wichtigen Entscheidungen getroffen.

Die Dilletanten in den gekachelten Meetingräumen erkennt man daran, dass sie bei vertraulichen Dialogen nicht vorher die "Besetzung" der Boxen prüfen. :-)

Sachen gibt's ...

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